Beliebte Mädchen-Vornamen in der Schweiz 2024/2025: Toplisten, Trends und regionale Unterschiede
Einen Vornamen auszusuchen ist wunderschön – und manchmal auch überraschend schwierig. Vielleicht möchtest du einen Namen, der zeitlos klingt, in der Schweiz gut verstanden wird oder nicht gerade in jeder Kita dreimal vorkommt. Hier findest du die aktuell beliebtesten Mädchen-Vornamen in der Schweiz 2024/2025, dazu Einordnungen zu Trends, Auf- und Absteigern sowie Unterschiede nach Sprachregion – basierend auf offiziellen Daten.
Die beliebtesten Vornamen in der Schweiz 2024/2025
Für die Ranglisten werden die in der Schweiz vergebenen Vornamen von Neugeborenen statistisch ausgewertet. Die hier gezeigten Toplisten orientieren sich an den aktuell verfügbaren Auswertungen von babynames-stat.ch, die auf Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) basieren. Bitte beachte: Je nach Publikationszeitpunkt sind die neuesten Zahlen für ein Jahr möglicherweise noch provisorisch oder noch nicht vollständig verfügbar.
Die Top 10 Mädchennamen für die Schweiz sind:
(1) Emma, (2) Mia, (3) Sofia, (4) Olivia, (5) Lina, (6) Lea, (7) Emilia, (8) Ella, (9) Lena, (10) Ava
Was viele Eltern an diesen Namen mögen: Sie sind kurz, klingen weich, lassen sich meist gut schreiben und funktionieren oft international. Das passt zu einem stabilen Trend der letzten Jahre: Namen, die in mehreren Sprachen ähnlich ausgesprochen werden, gewinnen tendenziell an Attraktivität.
Die grössten Aufsteiger und Absteiger gegenüber dem Vorjahr
Ob ein Name steigt oder fällt, kann mehrere Gründe haben: Klangtrends (z. B. kurze, vokalreiche Namen), Internationalität (ein Name funktioniert in mehreren Sprachen), aber auch Medienimpulse (Serien, Musik, bekannte Persönlichkeiten). Wichtig: Ein Aufstieg bedeutet nicht automatisch „Modename“ – manchmal verschieben sich Ranglisten auch, weil sich viele Namen ein bisschen verteilen.

Vornamen der neugeborenen Mädchen 2024 @ Bundesamt für Statistik, 28.08.2025
Für eine präzise Top-10-Liste der grössten Auf- und Absteiger braucht es die jeweils aktuellen Vorjahresvergleiche aus den BFS-Auswertungen. Wenn du das für deine konkrete Namensauswahl nutzen willst, lohnt sich ein Blick auf den mehrjährigen Verlauf: Ein einmaliger Sprung kann ein „Ausreisser“ sein, ein kontinuierlicher Anstieg über mehrere Jahre deutet eher auf einen echten Trend hin.
So unterscheiden sich die Namen nach Sprachregion
Die Schweiz ist mehrsprachig – und das sieht man auch bei Vornamen. In der Deutschschweiz sind aktuell oft kurze, international anschlussfähige Namen stark. In der Romandie sind französisch geprägte Klassiker und moderne französische Namen präsenter. In der italienischen Schweiz fallen italienische Formen und melodische Endungen stärker ins Gewicht. Diese Unterschiede werden in regionalen Auswertungen sichtbar.
Praktisch für den Alltag: Wenn eure Familie über Sprachregionen hinweg unterwegs ist (oder Verwandtschaft in verschiedenen Landesteilen lebt), kann ein Name mit „robuster“ Aussprache in mehreren Sprachen Stress reduzieren – zum Beispiel beim Vorlesen, in der Krippe oder später in der Schule.
Namen, die oft über mehrere Sprachregionen funktionieren
Häufig sind das kurze Namen mit klaren Vokalen, die in Deutsch, Französisch und Italienisch ähnlich klingen. Beispiele sind etwa Emma, Mia oder Lina. Ob das für euch passt, hängt aber auch davon ab, wie wichtig euch eine eindeutige „regionale Verortung“ ist.
Was ist 2026 wahrscheinlich im Trend?
Eine seriöse Prognose ist keine Glaskugel. Sinnvoll ist: den Verlauf der letzten drei bis fünf Jahre anschauen und daraus vorsichtige „wahrscheinlich steigt/fällt“-Kandidaten ableiten (BFS, 2025). Wenn sich ein Name über mehrere Jahre stabil nach oben bewegt, ist es plausibel, dass er auch im Folgejahr häufiger wird – während Namen, die über mehrere Jahre stetig Plätze verlieren, oft weiter nach unten rutschen.
Wahrscheinlich steigt: Namen, die bereits mehrere Jahre moderat zulegen und gut zu den aktuellen Klangmustern passen (kurz, weich, international).
Wahrscheinlich fällt: Namen, die nach einer starken „Spitze“ wieder abflachen oder über mehrere Jahre konstant an Rang verlieren.
Transparent gesagt: Welche Namen das konkret sind, hängt davon ab, welche BFS-Auswertung für das zuletzt abgeschlossene Jahr bereits vorliegt und wie stark die Bewegung im Trendverlauf tatsächlich ist.
Methodik & Datenqualität
Die offiziellen Vornamenstatistiken in der Schweiz werden vom Bundesamt für Statistik erhoben und in Tabellen veröffentlicht. In der Regel wird dabei der erste Vorname ausgewertet. Doppelnamen oder weitere Vornamen können in der Realität natürlich wichtig sein, tauchen aber je nach Auswertung nicht gleichwertig auf. Ausserdem gibt es bei sehr seltenen Namen Datenschutz- und Qualitätsschwellen: Extrem seltene Nennungen können zusammengefasst, unterdrückt oder weniger detailliert ausgewiesen werden, damit einzelne Kinder nicht identifizierbar sind.
Wenn du Namen bewusst „jenseits der Top 10“ suchst, ist das wichtig zu wissen: Ein Name kann in eurer Gemeinde vorkommen, aber in Tabellen für kleine Regionen gar nicht separat erscheinen. Für einen fairen Vergleich lohnt sich deshalb der Blick auf grössere Einheiten (gesamte Schweiz oder Sprachregionen) und auf mehrere Jahre.
Direkt zur Entscheidung: Checkliste für Eltern
- Wie häufig darf der Name sein? Möchtest du einen sehr verbreiteten Namen (leicht wiederzuerkennen) oder lieber einen seltenen (mehr Einzigartigkeit)?
- Passt der Name zu eurer Region und Familie? Klingt er „stimmig“ in eurem Dialekt oder in der Sprache, die ihr zu Hause sprecht?
- Funktioniert die Aussprache in mehreren Sprachen? Wenn ihr mehrsprachig seid: Wird der Name in Deutsch/Französisch/Italienisch ähnlich ausgesprochen und geschrieben?



